Meergeschichten

Homestory

Olis Blog

Lach- und Sachgeschichten rund ums Haus.

02.11.2019

Nich' lang schnacken, Kopp in Nacken

Daß Heiligenhafen seit einigen Jahren kräftig aufgemöbelt wird, haben wir an dieser Stelle schon wohlwollend bemerkt (siehe den Blogeintrag von April 2017). Sehr engagiert ist dabei die Fischergenossenschaft, die längst nicht mehr nur zur See kuttert. Neben dem Fischhallenrestaurant tritt sie mittlerweile auch als Betreiber des Meereszeiten-Hotels und des Feinschmeckerlokals am Hafen auf — man muß schließlich sehen, wo man bleibt. 

Waren das noch Zeiten, als die Fischhalle nur eine Fischhalle war! Wenn man sich in den dunklen Lagerbau weit genug hineintraute, fand man in der hintersten Ecke einen provisorischen Verkaufsstand, bewacht vom Idealbild eines sturmfesten und erdverwachsenen Vertreters der ehrbaren Fischerzunft. Die Abwicklung der notwendigen Verpflichtungs- und Verfügungsgeschäfte geschah in wohltuender Nüchternheit. Große Pranken beförderten die gewünschten Meeresfrüchte ohne überflüssiges Verkäufergesabbel in eine unprätentiöse Plastiktüte, eine beherzte Schüppe Eis darüber, zahlen und fertig. Nicht etepetete, dafür einfach und echt. Vielleicht war früher nicht alles besser. Aber es hatte deutlich mehr Charme als eine viel zu große Bahnhofskantine.

01.03.2019

Frisch durchgelüftet

Genau vier Jahre ist es her, daß wir neue Webseiten aufgezogen und den damaligen Internetauftritt renoviert hatten. Lange genug, um erneut frisch durchzulüften. Die Inhalte sind im wesentlichen dieselben (das Ferienhaus ist schließlich auch noch dasselbe), auch wenn jede Seite, jede Textbox und jedes Bild »in die Hand genommen« und neu gesetzt wurde. Neben einigen moderaten Änderungen an Grafik und Layout verbirgt sich der größte Teil der aufwendigen Änderungen hinter den Kulissen: Dem Zeitgeist folgend sind unsere Internetseiten sind jetzt noch besser an mobile Geräte und ihre - zum Fluch des Programmierers: vielschichtigen - Darstellungsmöglichkeiten angepaßt. Es bleibt allerdings die Erkenntnis: Vernünftige Software ist schwer zu finden.

10.01.2018

Meer kommt nicht in die Tüte

Jetzt neu im Fanshop:

Die offizielle Rosenfelde-Einkaufstasche!

Hergestellt aus handausgelösten Bastfasern indischer Corchorus-Arten. Umweltfreundlich und vollständig biologisch abbaubar.

Eignet sich hervorragend zum Brötchenholen und für kleinere Einkäufe. 

Fahrradlenkerfreundliche Ausführung mit kurzen Handschmeichlerhenkeln.

Funktional und robust. Von führenden Beuteltieren empfohlen.

Seidiger Glanz. Farbgebung in ostseeultramarinblau, rosenfeldersandstrandsand, schönwetterwolkenweiß und rosenrot.

Mit original Rosenfelde-Logo und Aufdruck »Meer geht immer«.

Nur bei uns. Nicht für Geld und gute Worte im Fachhandel erhältlich.

24.12.2017

Schreib mal wieder (II)

Die Verbreitung tragbarer Vorrichtungen zur Bildherstellung nebst Übertragungsfunktion (das Wort »Fotoapparat« kommt uns im Zusammenhang mit Handys nicht über die Lippen) hat ja schon den hauseigenen Festnetzanschluß die Daseinsberechtigung gekostet — siehe die erschütternde Berichterstattung im Blogeintrag »Schreib mal wieder (I)« vom Januar 2011. Briefkästen gibt's aber Gott sei Dank noch. Die Älteren werden sich erinnern, daß es einstmals Usus war, den Lieben daheim aus der Sommerfrische eine Ansichtskarte zu senden. Darauf paßten, je nach persönlicher Schriftgestaltung, nicht nur deutlich mehr als 140 Zeichen. Die Karten waren vor allem ein echter Gruß aus der Ferne und keine seelenlose Ansammlung flüchtiger Nullen und Einsen. 

Die schöne Tradition kann fortgesetzt werden. Die Ausrede, keine passende Karte zur Hand zu haben, zählt jedenfalls in Rosenfelde nicht. Denn heute erscheint bereits die zweite Edition der hauseigenen Postkarten. Während die erste im Stil einer klassischen Urlaubskarte mit Bildern aus der Umgebung gehalten (und zur weiteren Ausredenreduzierung sogar weitgehend vorgetextet) ist, trägt die zweite Version nur einen Textaufdruck. Darin kommt das schöne Wort »moin« vor, welches ernstzunehmenden Meinungen nach nichts mit »morgen« zu tun hat, sondern sich aus dem ostfriesisch-mittelniederdeutschen »moi(e)« ableitet, was so viel wie »angenehm«, »gut« oder »schön« bedeutet und deshalb völlig zu Recht den ganzen Tag über als Grußformel in Norddeutschland zum Einsatz kommt. Also:

Keep calm and say Moin!

13.04.2017

Durch die Hintertür

Lieferanten können jetzt wieder würdig empfangen werden. Der Windfang am Nebeneingang wurde vollständig neu gebaut. Mit der grau-weiß gestrichenen Holzbeplankung erhielt er im Vergleich zum dunklen Erscheinungsbild der Vorgängerkonstruktion zugleich auch ein freundlicheres Äußeres. Geradezu historisch ist der Tageslichtdurchlaß: Die Sonnenstrahlen fallen durch ein Fenster, das vorher schon viele Jahrzehnte in Timms Scheune für Erleuchtung sorgte und nun bei uns ein neues Zuhause gefunden hat.

Die aufgebrachte Dekoration ist erfüllt von subtiler Symbolik: Hängt ein Herz im Fenster (siehe Foto), sind nette Leute im Haus. Haben wir Stinkstiefel zu Gast, erkennt man das an dXX umgXXXXX Xm XXXXen.

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